Ich wollte kochen. Für eine Person, jeden Tag und ohne Tüten. Tiefkühlpizza geht irgendwann auf die Gesundheit und – wir werden ja alle nicht jünger – auf die Figur.

Meine Eltern sind Flüchtlingskinder, deswegen kann ich nichts wegschmeissen (ich lasse es dann immer so lange rumliegen, bis es wirklich schlecht ist – aber das ist auch keine Lösung). Außerdem bin ich Single und ziehe oft um, deshalb ist mein Gefrierfach nicht groß (das ist ja immer der Tipp, den man von wohlmeinenden Müttern bekommt: „Mach halt mehr und frier’s ein!“).Und weil ich ernsthaft arbeite, darf es gerne schnell gehen.

Ich habe mir Kochbücher gekauft, grob nach den Stichwörten „schnell“, „Single“, „jeden Tag“, „gesund“ – und mich geärgert. Entweder ich hatte tatsächlich Geld für Rezepte wie „Tomaten-Mozarella-Toast“ (danke, das hatte ich schon mal irgendwo gesehen!) hingelegt oder man wollte mir „Zanderfilet auf Estragonschäumchen an warmen Mangogemüse“ als gesunde Alltagsküche verkaufen. Nichts dabei jedenfalls, was sich mit dem Fenchel in meinem Bioladen vertrug. Oder dem restlichen Sortiment dort. Pastinaken z.B. Himmelherrgott, was macht man denn mit Pastinaken?!

Inzwischen, gelearnt beim doen, koche ich selbst. Und weil ich nicht nur meine guten Vorsätze und meinen Frust teilen will, finden sich hier Rezepte. Realistisch. Regional. Resteneutral.

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